Die Volkskunst und die traditionelle Handwerkskunst Abu Dhabis entwickelten sich größtenteils aus dem Verhältnis der lokalen Vorfahren zu ihrer Umwelt, dies trifft besonders für die darstellenden Künste zu. Volkstanz und Musik, die größtenteils von Männern ausgeführt werden, sind Ausdruck des Mutes in Kriegszeiten, des Glücks z.B. anlässlich einer Hochzeitsfeier, oder es sind althergebrachte Weisen, wie die besonders rhythmischen Lieder zur Begleitung verschiedener Arbeiten z.B. beim Perlentauchen. Frauen widmeten sich in ihrer Freizeit einer Reihe von Handwerkskünsten wie dem Besticken von Kleidern, dem Weben von Tüchern (mit eingewobenen Goldfäden) und Teppichen, der Töpferei, der Korbflechterei und der Bemalung mit Henna. Heutzutage ist der Wunsch, die traditionelle Kunst und altüberliefertes Handwerk als Teil des Kulturerbes zu bewahren und zu fördern, stärker als je zuvor. Dies wird durch durch lokale Kunstvereine und Wettbewerbe unterstützt. Es wurden weiterhin Projekte iniitiert, um die Rekonstruktion von alten Fischerdörfern, traditionellen Märkten und Siedlungen von Beduinenzelten durchzuführen.
In ähnlicher Weise leben auch die Literatur und die Dichtkunst wieder auf, die sich in ganz Arabien während Tausenden von Jahren entwickelt haben. Die einheimische Architektur trägt in Abu Dhabi ihre eigenen charakteristischen Besonderheiten. Die Lehmhäuser mit Palmwedeldächern der Vergangenheit sind zwar nahezu verschwunden, die spezielle Architektur der Ziegel- und Lehmhäuser aus der ersten Hälfte des 20. Jh. lebt jedoch selbst in modernen Gebäuden weiter.
Das kulturelle Leben in Abu Dhabi, seine Literatur, Kunst oder Feste, sind stark vom Islam geprägt. Der Islam ist die Staatsreligion in Abu Dhabi, doch feiern auch die ausländischen Einwohner der verschiedenen Glaubensrichtungen ihre religiösen Feste im Emirat.
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